Schlaf ist kein adäquater Ersatz für Koffein!

Der Tag hat zu früh angefangen, hört zu spät auf oder dauert einfach länger an als geplant. Zumindest bei mir führt das zumeist zu reichlich Kaffee. Als ich zu festen Arbeitszeiten und morgens früh im Büro sein sollte, war mein erster Gang grundsätzlich der zur Kaffeemaschine – und der wurde auch gerne noch drei bis sieben mal wiederholt. Im Moment kann ich mir meine Zeiten selbst und auch viel freier einteilen und trinke viel weniger Kaffee.

Acht große Tassen Kaffee als häufigere Spitze erscheint mir spontan ein bisschen viel und tatsächlich ist das laut Wikipedia weit über Durchschnitt. Allerdings kam mir das auf der Arbeit im Vergleich mit meinen Kollegen gar nicht so krass vor. Daher hab ich mich mal ein bisschen schlau gemacht, was üblich oder auch gesundheitlich unbedenklich ist.

Wie viel Kaffee geht klar?

Erstmal die Fakten:

  • Statistisch gesehen trinken Deutsch im Schnitt 0,41 l Kaffee am Tag, was bei meinen Tassen etwas mehr als zwei Tassen entspricht.
  • Laut Bundesregierung sind 400 mg Koffein am Tag und höchstens 200 mg auf einmal unbedenklich, was schätzungsweise zweieinhalb Tassen auf einmal und ungefähr fünf Tassen insgesamt entspricht.

Wie funktioniert Kaffee überhaupt?

Ganz kurz zusammengefasst:

Im Laufe des Tages produziert der menschliche Körper Adenosin, das dockt an Rezeptoren am Gehirn an. Je mehr Adenosin da ist, desto müder werden wir. Koffein blockiert diese Rezeptoren, weswegen wir erstmal nicht müder werden, dann aber umso heftiger, wenn das Koffein weg und das ganze zwischenzeitlich produzierte Adenosin auf einen Schlag da ist. Der Körper weicht aus und bildet mehr Rezeptoren für Adenosin, ein paar für den Kaffee und ein paar für das Adenosin. So gewöhnen wir uns an eine regelmäßige Koffeinmenge. Nach gut einer Woche Entzug, bilden sich die Rezeptoren wieder zurück und der Kaffee haut wieder härter rein.

Für mehr Details und was Kaffee mit Kokain zu tun hat, gibt es dieses Videofundstück:

 

Die Psychologie

Gerade durch meinen eher schwankenden Konsum ist Kaffee bei mir eher ein Ritual als eine ständige Notwendigkeit. Manchmal verzichte ich ganz auf Koffein, manchmal gibt es auch Koffein aus anderen Quellen wie Energy Drinks oder Tees.

Der meiste Kaffee geht wohl für Bugs drauf. Irgendetwas funktioniert nicht, wie es soll und ich finde den Fehler nicht auf Anhieb. Ein entscheidender Bestandteil meines Denkprozesses sieht da so aus, dass ich aufstehe, mir einen Kaffee mache und durch die Bewegung, das Warten und die Ablenkung auf neue Ideen komme.

Was trinkt Ihr so?

Da ich die acht anfangs erwähnten Tassen nicht regelmäßig getrunken hab, sollte das unkritisch gewesen sein. Der unregelmäßige Kaffee zur Zeit wirkt auf jeden Fall anders als der regelmäßige Grundstock, den ich als Angestellter mit festen Arbeitszeiten intus hatte.

Trinkt Ihr regelmäßig Kaffee? Was haltet Ihr für viel oder wenig? Braucht Ihr Euren Kaffee? Hat Euer Kaffee auch einen gewissen Ritualcharakter? Erzählt mal, ich bin gespannt!

2 Antworten auf „Schlaf ist kein adäquater Ersatz für Koffein!“

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